Die Basedower Kirche und Orgel

 

Die Kirche zu Basedow hat eine kreuzgradgewölbten Rechteckchor aus Feldstein etwa aus dem 13. Jahrhundert. Das dreijochige Schiff mit einem Kreuzrippengewölben ist etwa aus dem 15. Jahrhundert. Die neugotische Fenster und die Anbauten und Turmspitzen erfolgten durch Stüler in den Jahren 1855-57

 

 

 

 

 

Der Taufstein ist aus dem Altaraufsatz um 1592 besteht aus Sandstein mit Marmorreliefs, Wappenreihen und Schriftfeldern der Kanzel von 1691, Triumphkreuzgruppe um 1500. Aus der wüsten Dorfkirche von Wargentin stammt das Taufbecken aus dem 17. Jahrhundert mit aufgemalten Aposteln. 4 große sehr gut erhaltene Sandsteinepitaphien sind aus der Zeit von 1589-1593

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Orgel

eine der wertvollsten erhaltenen Orgeln in Mecklenburg befindet sich in der Dorfkirche zu Basedow. Der Patronatsherr Hans Hahn ließ 1615 eine im Renaissancestil reich und bunt verzierte Empore errichten, auf der 1680-1683 unter Nachfolger Christian Friedrich Hahn das neue Instrument von der Hildesheimer Orgelbauern Heinrich Herbst Vater und Sohn sowie Samuel Gercke aus Güstrow aufgestellt wurde. Überluxuriös für den kleinen Raum, orientiert an Musterdispositionen dreier Orgeln aus weitaus größeren Kirchen (St.Marien Stralsund, St. Marien Rostock und St. Wilhadi Stade), verteilen sich 36 ausschließlich aus Metall gefertigte Register auf das Ober bzw. Hauptwerk mit 10, das Rückpositiv mit 9, das aus Platz - sprich Höhenmangel hinter dem Hauptgehäuse in einer Wandnische versteckte Brustwerk mit 9, und das Pedal mit 9 Stimmen. So ist es noch in einer Chronik des Hauslehrers Hosäus aus dem Jahre 1855 überliefert, auch wenn das Instrument in der Zwischenzeit schon einige Stubstanzverluste, besonders im leicht erreichbaren Brutwerk hinnehmen mußte. In den Jahren 1889/1890 erfolgten Veränderungen auf 2 Manuale mit 22 Registern.

Nach dem Krieg verfiel die Orgel zunehmend sodass in den Jahren 1980-1083 eine umfassende Restaurierung  durch die Firma Alexander Schubke aus Potsdam erfolgen mußte. Es wurden bei der hervorragenden Renovierung sogar die originale Stimmtonhöhe von a´=461 Hz/15° C und die adäquate Einstimmung in kompromissloser praetorianischer Mitteltönigkeit eingehalten.

Klanglich präsentiert sich die Orgel  mit dem vorrangigem Prinzipalchor-Ausbau, eher geringen Flöten- hingegen reichhaltigem Zungenanteil. Besonderer Erwähnung bedürfen die fürs Hauptwerk beidseitig und für das Rückpositiv leider nur rudimentär erhalten bemalten Flügeltüren sowie die Vorrichtung, mittels Vorhängen an Schienen ebenfalls die Pedal-Prospektpfeifen sichernd abzudecken.

Ein Kuriosum stellen die sogenannten Basedower Löwen dar. Vier Fratzen, die links und rechts der Pedalturm -Konsolen, von denen zwei durch Betätigung des Principal 16´-Zuges ihre Augen rollen lassen und die Zunge herausstrecken können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedes Jahr finden im Sommer zahlreiche gut besuchte Orgelkonzerte statt Dort werden vor allem Stücke norddeutsche und niederländische Meister der Renaissance, zu deren typischen Vertretern Sweelinck, Scheidt, Buxtehude, Tunder, Scheidemann, Böhm, Praetorius und Bruns zählen gespielt.

 

 

 

 

 


Orgelkonzerte 2009


 


Datum

Zeit

Ausführende:

Eintritt:

31.05.09

17:00 Uhr

Klaus Eichhorn, Berlin

8,- €

Datum

Zeit

Ausführende:

Eintritt:

Sonntag, 21. Juni 2009

17:00 Uhr

Leon Berben, Köln

8,- €

Datum

Zeit

Ausführende:

Eintritt:

Sonntag, 12. Juli 2009

17:00 Uhr

Ju-Hyun Kim, Bremen

8,-€

Datum

Zeit

Ausführende:

Eintritt:

Sonntag, 02. August 2009

17:00 Uhr

Christoph Stembridge, Birgitz (A)

8,-€

Datum:

Zeit

Ausführende:

Eintritt:

Sonntag, 23. August 2009

17:00 Uhr

Jan Katzschke, Dresden

8,-€

Datum:

Zeit

Ausführende:

Eintritt:

Sonntag, 13. September 2009

17:00 Uhr

Eckhard Bürger, Lübeck

8,-€

Datum:

Zeit

Ausführende:

Eintritt:

Sonntag, 29. November 2009

17:00 Uhr

Capella Cantorum, Berlin

8,-€